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YOGA
Was ist Yoga ?
Was ist Yoga ?
Obwohl sich das höchste Ziel des Yoga, die Vereinigung von Körper, Geist und Seele auch in heutiger Zeit nicht verändert haben, so sind doch gewisse Aspekte in den Vordergrund getreten, welche sich auch in der modernen Gesellschaft problemlos praktizieren lassen. Swami Vishnu-Devananda fasste durch genaue Beobachtung des Lebens im Westen das Yoga auf fünf Prinzipien zusammen:
1. Richtige Entspannung
Spannungen in den Muskeln lösen sich und ihr ganzer Körper kommt zur Ruhe. Sie erwachen wie nach einem guten Schlaf. Sie sind aktiver, Sie können Ihre Energie bewahren, Ängste und Sorgen abschütteln.
2. Richtige Übungen
Yoga-Stellungen oder Asanas wirken systematisch auf den ganzen Körper ein. Muskeln und Bänder werden gedehnt und gestreckt, ebenso gekräftigt; Wirbelsäule und Gelenke bleiben beweglich, der Kreislauf wird angeregt.
3. Richtige Atmung
Sie sollen voll und rhytmisch atmen, die ganze Lunge, nicht nur einen Teil mit Luft füllen und so die Aufnahme von Sauerstoff erhöhen. Yoga-Atemübungen oder Pranayama lehren, den Körper neu aufzuladen und den Geist zu kontrollieren, indem sie den Fluss des Prana regulieren. Prana ist die Lebenskraft.
4. Richtige Ernährung
Sie ist aus natürlichen Lebensmitteln nahrhaft und ausgewogen zusammengestellt. Sie hält den Körper locker und geschmeidig, beruhigt den Geist und verleiht genügend Widerstandskraft gegen Krankheiten.
5. Positives Denken und Meditation Die Meditation hilft Ihnen, negative Gedanken abzulegen, den Geist zu besänftigen, um schließlich alle Gedanken zu transzendieren.
Yoga ist grundsätzlich eine Sammlung von verschiedenen Praktiken, die uns helfen unseren Körper und unseren Geist in Harmonie zu bringen. Die Muskulatur wird gestärkt, Bänder und Sehnen gedehnt. Durch Beugen und Drehen der Wirbelsäule werden die Bandscheibenkörper verstärkt mit Nährflüssigkeit versorgt, wodurch einem Bandscheibenvorfall bestmöglich vorgebeugt wird. Weiter werden innere Organe wie Nieren, Darm oder Schilddrüse durch bestimmte Übungen stimmuliert und in ihrer Tätigkeit positiv beeinflusst. Die Bronchien werden während der Atemübungen gereinigt und es gelangt vermehrt Sauerstoff in die Blutbahn, was eine Stärkung der allgemeinen Konstitution zur Folge hat.
Bezogen auf unseren Geist, hilft uns das Yoga eine allgemein positive Einstellung zum Leben zu gewinnen. Meditationsübungen wirken gezielt auf unsere Innere Unruhe und versuchen einen Zustand der Leere zu erzeugen. Konzentrationsschwäche wird während der Übungen entgegengetreten, bei denen fortwährendes Beobachten des Atems und des Körpers eine wichtige Rolle spielt.Yoga verhilft uns also zu einer allgemein besseren Fitness und Beweglichkeit. Stärkt unser Körpergefühl und Selbstbewusstsein. Wirkt gegen psychische Probleme indem es den Geist ausgleicht und macht unser Leben lebenswerter.
Grundsätzlich kann jeder Mensch Yoga praktizieren. Ob Kind, Erwachsener oder Senior. Es kann nie zu früh oder zu spät sein um damit anzufangen. Allerdings gibt es ein paar Regeln, die zu beachten sind. Allgemein gilt es für jeden, der Yoga übt, sich nicht zu überlasten. Das heißt, auch wenn der Ehrgeiz es fordert, die Körperübungen (Asanas) sollten nur so weit ausgeführt werden, wie es gesund ist. Ein angenehmes Ziehen ist eine positive Anstrengung, schmerzhaftes Zerren hingegen erzielt einen negativen Effekt. Wichtig dabei ist, das jeder für seinen eigenen Körper und seinen eigenen Geist übt. Jeder Körper ist verschieden und kann daher unterschiedlich beansprucht werden. Es ist also völlig unwichtig, die Asanas ebenso weit auszuführen wie der Nachbar!
Bei vorliegenden Krankheitsbildern sollte jeder vorsichtig für sich selbst herausfinden, was gut für ihn ist. Erlitt zum Beispiel jemand vor kurzem einen Herzinfakt, oder leidet an stark überhöhtem Blutdruck, so sollte man bei Asanas wie dem Schulterstand (Sarvangasana) oder Kopfstand (Sirshasana) vorsichtig sein. Obwohl diese Üungen zwar den Herzmuskel generell stärken, können sie bei Einzelfällen auch eine negative Wirkung haben. Auch bei kürzlichen Bandscheibenvorfällen o.Ä. sollte man sich wieder behutsam an die Übungen herantasten.
Für Schwangere werden extra Yogakurse angeboten, in denen die Übungen besonders sanft sind und sich positiv auf die Schwangerschaft auswirken. Doch sollten schwangere Mütter auch hier auf ihren Körper hören und selbst herausfinden, was ihnen gut tut.
