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YOGA
Ayurveda
Ayurveda
Ayurveda entstand in etwa parallel zum Yoga. Seine Wurzeln lassen sich auch in den Veden lokalisieren, doch befasst sich der Ayurveda nicht zentral mit der Selbstverwirklichung, sondern mit der gesund Erhaltung unserer physischen und geistigen Körpersysteme.
"Ayurveda ist das, was sich mit dem guten und schlechten, dem glücklichen und unglücklichen Leben befasst, mit dem , was Leben unterstützt und was es hemmt, mit der Natur des Lebens selbst und auch seiner Lebensspannen."
Nahrungsmittel werden als Arzneien betrachtet und statt mit Medikamenten werden Krankeiten durch bestimmte Kräuter und Gewürze geheilt. Wohltuende Massagen lösen hartnäckige Verspannungen. Stirngüsse, bei denen ein feiner Strahl warmen Öls auf die Stirn fließt beseitigen Kopfschmerzen und psychische Probleme. Doch liefert uns der Ayurveda vor allem ein fantasitsches Ernährungsprinzip welches eine ideale Ergänzung zum Yoga bildet.
Im besonderen Maße, weist das Ayurveda darauf hin, das all seine Lebensregeln und Behandlungsmethoden darauf abzielen, dem Menschen einen Zugang zum inneren Selbst, dem Ort vollkommener Gesundheit, der Quelle von Erneuerung und Intelligenz zu erschließen. Ayurveda orientiert sich also nicht an äußeren Symptomen, sonder geht stets an die Wurzel von Krankheiten und Störungen. Dabei formuliert der Ayurveda vier grundlegende Lebensziele:
- Dharma - die erfüllung der eigenen Bestimmung und Berufung
- Kama - Freude, Glück und innere Erfüllung
- Artha - materielle Sicherheit und Wohlstand
- Moksha - spirituelle Befreiung und geistige Weiterentwicklung
Wir erkennen hier besonders die tiefe Verwobenheit zwischen Yoga und Ayurveda. Beide ergänzen und stärken sich, beeinflussen sich zu tiefst positiv und geben uns die Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben.
Die Doshas - der Dreiklang des Lebens
Verfasst von FlorianIn den Jahrtausenden in denen sich der Ayurveda entwickelt hat, beobachteten die Weisen immer wieder ähnliche Prinzipien in Mensch, Natur und Kosmos. Auf diesen Regeln begründete sich das System der Doshas. Diese heißen Vata, Pitta und Kapha und stellen den strukturellen Kern der Ayuveda-Lehre dar. Sie sind die ewigen Grundmuster der Natur, biologische Takte, nach denen sich das gesamte Leben auf unserem Planeten richtet. Sie entstehen aufgrund von Rhythmen und Zyklen in der Natur, werden beeinflusst von Tages- und Jahreszeiten. Sie wirken sowohl auf körperliche Erscheinungsformen von Menschen, Tier und Pflanzenwelt, als auch auf die innere, geistige Welt. Sie sind die grundlegenden Regulationssysteme und Schwingungsmuster, die für sämtliche Abläufe und Funktionen im Körper verantwortlich sind. 
Die Drei Doshas können verglichen werden mit den drei Grundtönen eines musikalischen Akkords. Sind die Saiten unseres Instrumentes gut gestimmt, so entsteht ein harmonischer Dreiklang. Ebenso verhält es sich mit den Doshas. Befinden sie sich in ihrem natürlichen Gleichgewicht, so fühlen wir uns wohl, sind leistungsfähig, entfalten unsere Fähigkeiten, strahlen Zuversicht und Lebensfreude aus und meistern die Aufgaben des tägichen Lebens.
Wenn wir zurückkehren zu unserem Akkord, so werden wir feststellen, das er unschön, disharmonisch und fehlerhaft klingt, ist auch nur eine der drei Saiten verstimmt. Auch die Doshas können in ungleichgewicht geraten. Auch wir Menschen sind dan in so einer Situation "verstimmt", spüren Unwohlsein, entwickeln körperliche und geistige Symptome, fühlen uns verspannt oder werden sogar krank. Ziel des Ayurveda ist es die drei Doshas wieder in Einklang zu bringen.
Wichtig ist es zu verstehen, das die Doshas keinerlei Qualität besitzen. Keines ist besser oder schlechter. Sie bestimmen die Grundtendenzen, Formen und Begabungen von Körper und Geist. Jedes der Doshas setzt sich dabei aus einem der fünf bekanten Elemente zusammen. Diese Grobstofflichen elemente stellen die Bausteine aller physischen Existenzen dar. Es sind Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Sie begegnen uns auch im Yoga bei der Lehre der Chakras und bei manchen Meditationspraktiken. Die Elemente charakterisieren die Doshas und machen ihre Eigenschaften und Funktionsweisen verständlich.
Neben Asanas und Pranajama spielt Ernährung eine ganz besondere Rolle im Yoga-System. Durch richtiges Essen kann das Gemüt, Geist und Körper sogar ohne sonstige Übungen positiv beeinflusst werden. Dabei gelten für die Yoga-Ernährung folgende Grundsätze:
- Sie ist vegetarisch
- Sie entspringt aus dem Ayur Veda
- Sie entspircht den westlichen ernährungswissenschaftlichen Prinzipien der Vollwertküche
- Sie schmeckt ausgezeichnet und ist einfach zuzubereiten
Die Drei Gunas
Als Gunas werden in der Vedanta-Philosophie die drei Energien bezeichnet aus denen die Ursubstanz dieser Welt entstanden ist. Sie folgen drei verschiedenen Prinzipien und sind in verschiedenen Mischungsverhältnissen in allen Dingen vorhanden, o auch in unserem Essen. Die drei Gunas ergänzen die Doshas des Ayurveda,die ja an sich wertfrei sind durch Qualitäten die förderlich für das Leben sind. Sie nähren durch den Verdauungsprozess unseren Körper und Geist, aus diesem Grund sollte unsere Nahrung sehr besonnen gewählt werden.
Tamasige Lebensmittel:
Das was deinen Körper vergiftet und deine Energie lahmlegt. Deinen Körper und dein Bewusstsein träge macht. Schale und geschmacklose Speisen, Verdorbenes und Unreines. Faule, überreife Nahrungsmittel. Fleisch, Fisch, (Ahimsa) Zwiebeln, Knoblauch. Nicht milchsauer vergorene Nahrungsmittel (Essig, Alkohol),Medikamente, Drogen, Konserven und Tiefkühlkost. „Tot“-gekochtes und aufgewärmte Speisen. Zu viel Essen und Essen wegwerfen ist auch tamasig!
Rajasige Lebensmittel:
Das, was deinen Körper, deinen Geist und deine Emotionen unruhig macht. Was Leidenschaft anregt und deine Gedanken schwer kontrollierbar macht. Versuch rajasige Nahrung auf ein Minimum zu reduzieren! Eier, Kaffee, schwarzer Tee, Überwürzen von Speisen, alles Saure und Bittere, weißer Zucker, „gesäuberte Nahrungsmittel“ (Weißmehl, geschälter Reis). Auch hastiges Essen und ungenügend Kauen ist rajasig.
Sattvige Lebensmittel:
Vollkorngetreideprodukte, Reis (nicht geschält), Hirse, Vollweizengries, Buchweizen, Kartoffeln (sind zwar biologisch Gemüse, ernährungsphysiologisch aber als Getreide zu betrachten) Hülsenfrüchte wie: Linsen, Mungbohnen, Sojabohnen und Sojaprodukte wie Tofu (kein Fleischersatz, sondern vollwertiges Lebensmittel!), Kichererbsen, Erbsen...Viele verschiedene Gemüse und Salat, vor allem Roh oder nur kurz gekocht oder gedämpft. (sonst geht Prana verloren). Obst, Milch und Milchprodukte, vor allem Yoghurt sowie Honig.
Das yogischen Spektrum der Nahrungsmittel und die Zubereitungsweise der Ayurvedischen Küche ergänzen sich sehr Harmonisch.
